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I Ging – Das Kosmische Orakel
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Über das Institut
Das I Ching Institute wurde im Jahr 2000 von Carol K. Anthony und Hanna Moog in Stow, Massachusetts, USA, gegründet. Es dient dazu, die neuen Entdeckungen, die den beiden Frauen im Zuge ihrer Forschungen durch den Weisen/das I Ging zuteil wurden, einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese neuen Erkenntnisse waren durch die Anwendung einer neuen Methode möglich geworden, die es ihnen erlaubte, direkt mit dem Orakel zu kommunizieren, um dessen Antworten zu klären. Dabei handelt es sich nicht um eine Form von Channeling, sondern um das Vortragen von Hypothesen, auf die das I Ging-Orakel differenziert antworten konnte. (Siehe die Beschreibung dieser Methode im unten stehenden Beitrag.)
Zu diesen Entdeckungen gehören völlig neue Erkenntnisse über die Art des natürlichen Funktionierens der Psyche im Dienste der Ganzheitlichkeit des Individuums sowie die Erkenntnis, dass der falsche Gebrauch von Sprache ernsthafte Störungen im gesunden Funktionieren der Psyche verursacht. Durch das Korrigieren von Sprache kann somit die Ganzheitlichkeit wiederhergestellt werden. Durch einen Zufall fanden sie heraus, dass durch das Korrigieren von Sprache auch Erkrankungen auf der Ebene des Körpers geheilt werden können. Darüberhinaus gewannen sie ein völlig neues Verständnis vom Wesen und Wirken des Kosmos: Es zeigt den Kosmos als ein sich selbst schützendes System von Harmonieprinzipien, mit dem wir Menschen in Konflikt geraten (widrige Schicksale erzeugen), wenn wir den Einklang mit uns selbst verlieren.
Die oben angedeuteten Erkenntnisse haben Carol K. Anthony und Hanna Moog zum Schreiben der drei folgenden Bücher geführt:

  • “I Ging - Das Kosmische Orakel” (2004 im Atmosphären Verlag München). (Originaltitel: I Ching, The Oracle of the Cosmic Way) Es ist eine Neufassung des I Ging, die auf der direkten Kommunikation der Autorinnen mit der Stimme, die durch das I Ging-Orakel spricht, beruht. Das Buch beschreibt auch diese neue Methode der Kommunikation für diejenigen LeserInnen, die sie lernen möchten. Diese Neufassung des I Ging ermöglicht eine zuvor unbekannte praktische Anwendung der I Ging-Prinzipien. (Siehe den Link zu einer Leseprobe aus Hexagramm 3 am Schluss dieser Seite.)
  • “Heile dich selbst im Einklang mit dem Kosmos” (2008 im AT-Verlag, Baden, Schweiz). (Originaltitel: Healing Yourself the Cosmic Way) Dieses Buch vermittelt das notwendige Hintergrundwissen darüber, wie der Gebrauch einer unharmonischen Sprache Krankheit verursacht, und es zeigt auf, wie wir krankmachende Sätze und Bilder “deprogrammieren” können.
  • “The Psyche Revealed Through the I Ching” (2010, Stow, Massachusetts). Bisher nicht in deutscher Sprache erschienen. Dieses Buch beschreibt eine völlige Neuentdeckung der Psyche, und ermöglicht es dem Leser/der Leserin, sich auf die innere Selbstentdeckungsreise zu begeben.

Die Forschungstätigkeit der beiden Frauen bezüglich neuer Anwendungsbereiche des I Ging gehört zum Gründungszweck des I Ching Instituts.
Das I Ching Institute bietet regelmässig Seminare an. Seminare in deutscher Sprache werden unter www.igingseminar.de angekündigt. Alle Seminare beziehen sich auf die oben genannten Bücher.

Das I Ging-Orakel wie es sich selbst definiert
Von Carol K. Anthony und Hanna Moog

Vereinfacht ausgedrückt, ist das I Ging das Weisheitsbuch Nummer Eins des Alten China. Es ist die Grundlage der chinesischen Kultur und der Ursprung der chinesischen Philosophie, d.h. der Quelle des Konfuzianismus ebenso wie des philosophischen Taoismus. Seine Philosophie hat die chinesischen Künste, die Medizin, Akupunktur sowie zahlreiche weiteren Anwendungsbereiche geprägt, wie z.B. das Tai Chi, Chi Gong, Feng Shui und die chinesische Kochkunst.
Genauer betrachtet, ist das I Ging ein altes Orakel, dessen Zweck darin besteht, die grundlegendsten Fragen der Menschheit zu beantworten. Ausgedrückt in den Worten des I Ging: Es ermöglicht uns, die Dinge zu lesen, die in unserer DNA gespeichert ist und die das I Ging unsere innere Wahrheit nennt. Es ist jenes Wissen, das in der Tiefenstruktur unserer Körperzellen gespeichert ist - das Wissen über uns selbst, über unseren rechtmässigen Platz im Kosmos und über den Kosmos selbst. Dank dieses Wissens sind wir Menschen in der Lage, uns ohne zu denken in unserer natürlichen Umwelt zu bewegen. Der Zugang zu diesem Wissen kann nicht auf direktem Wege durch unsere Vernunft erfolgen, sondern bedarf einer besonderen Übersetzungsfunktion, die Teil unserer Psyche ist. Diese hat die Aufgabe, das Wissen, das in unserer DNA (in Form von Gefühlen und Bildern) gespeichert ist, in eine Sprache zu übersetzen, die wir “gesunder Menschenverstand” nennen. Dieser übermittelt dann das Wissen an unseren Verstand. Das I Ging-Orakel übernimmt dies Funktion, solange unsere angeborene Übersetzungsfunktion mangels Gebrauch disfunktional geworden ist. Das I Ging-Orakel übersetzt unser tiefstes inneres Wissen in eine von Metaphern geprägte Sprache.

Die philosophische Kernfrage, die hinter dem I Ging-Orakel steht, lautet: Wie können wir Menschen im Einklang mit dem Kosmos leben? Hinter dieser Frage liegen zwei tiefgreifende wahre Einsichten, die die Menschen im Alten China gehabt haben: (1) dass die ursprüngliche Natur des Menschen vollkommen gut ist, und (2) dass, der Mensch im Einklang mit dem Kosmos ist, wenn er sich in diesem natürlichen Zustand befindet. Wenn ein Mensch im Einklang mit dem Kosmos ist, dann ist sein Handeln spontan der jeweiligen Situation angemessen, ohne bewusste Absicht. Dieser natürliche Zustand wird in Hexagramm 25 beschrieben als “Unschuld”, “ohne Makel”, “Integrität” und “ohne Falschheit”.

Die beiden oben genannten Einsichten in die Güte der menschlichen Natur haben zur Entwicklung der beiden grundlegenden Philosophien Chinas geführt: dem Taoismus und dem Konfuzianismus. Obwohl sie von derselben Einsicht ausgehen, weichen sie jedoch voneinander ab, wenn es um die Beantwortung der Frage geht: Wie kommt es, dass der Mensch seine ursprüngliche Natur bzw. sein wahres Selbst verliert? Die Anhänger des Konfuzius sagen, dies habe mit der Tiernatur des Menschen zu tun; der Mensch habe die Wahl, entweder seiner “höheren Natur” zu folgen, die als gut angesehen wird, oder seiner “niederen (Tier-)Natur”, die als dem Bösen zugeneigt angesehen wird. Laotse, der Begründer des philosophischen Taoismus, wies diese Ansicht als widersprüchlich zurück; seiner Auffassung nach verliert der Mensch seine ursprüngliche Natur durch gesellschaftliche Konditionierung. (Anmerkung: der philosophische Taoismus ist nicht mit der taoistischen Religion zu verwechseln, in der die ursprünglichen animistischen Religionen Chinas mit Lehren des Buddhismus vermischt wurden.)
Eine weitere tiefe Einsicht der Menschen in China, die das Ergebnis aus dreitausendjähriger Erfahrung mit dem I Ging-Orakel ist, ist die, dass derjenige Mensch, der seiner ursprünglichen Natur treu bleibt, vom Kosmos gesegnet und beschützt wird. Diese Sichtweise steht hinter der I Ging-Verheissung von “Erfolg”. Damit ist der Erfolg gemeint, den derjenige hat, der sein Leben in Aufrichtigkeit lebt. Die I Ging-Verheissung von “Misserfolg” oder “Unheil” bezieht sich auf Gedanken oder Taten, die nicht im Einklang mit der wahren Natur des Menschen sind.
Ein Mensch, der das I Ging über längere Zeit befragt, versteht allmählich, welche fehlgeleiteten Lehren aus seiner Erziehung und Konditionierung ihm Misserfolge eingebracht haben. Der wahre Sinn des I Ging besteht darin, ihm dabei zu helfen, zu seinem wahren Selbst, seiner wahren Natur zurückzukehen. (Es sei hier angemerkt, dass das I Ging lange Zeit zu einem oberflächlichen Wahrsagebuch degradiert worden ist.)

Die Benutzung des I Ging als Zugang zur eigenen inneren Wahrheit

Im Laufe ihrer jahrelangen persönlichen Erfahrungen und Forschungen mit dem I Ging haben Carol Anthony und Hanna Moog erfahren, dass jede Körperzelle Ruhe und Frieden spürt, wenn ein Mensch mit sich selbst im Einklang ist. Sie haben auch gelernt, dass der Mensch genau weiss, wie er sich in der jeweiligen Situation zu verhalten hat, weil sein Körper die Fähigkeit besitzt zu fühlen, was harmonisch ist und was nicht. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass er nicht durch Konditionierung von seiner wahren Natur entfremdet worden ist. Wenn wir unsere Fähigkeit verlieren zu unterscheiden, wann wir innere Harmonie oder Disharmonie fühlen, dann verlieren wir unseren Weg und trennen uns aus der Einheit mit dem Kosmos.
Wenn wir das I Ging als Orakel befragen, dann macht es den Fragesteller auf seine Gefühle und Gedanken aufmerksam, indem es ihm sagt, ob sie im Einklang mit dem Kosmos sind. Es spricht die Ebene der Gedanken und Gefühle an, weil diese jedem Handeln vorausgeht. Das I Ging stellt klar, dass alle Widrigkeiten im Leben in Ideen und Glaubensvorstellungen begründet sind, die das Wesen des Kosmos sowie seine Art zu wirken, in Worten beschreiben, die im Widerspruch zu den kosmischen Wahrheiten stehen. Das Gleiche gilt für die Annahme, der Mensch habe einen besonderen Platz im Kosmos inne und alles müsse sich um ihn drehen. Aller Missklang und alles Konfliktverhalten hat seinen Ursprung im falschen Gebrauch von Sprache durch unseren Verstand.

Wenn wir bestimmte falsche Überzeugungen und Schlussfolgerungen das Leben betreffend akzeptiert haben, dann sind wir nicht mehr fähig, auf unsere innere Wahrheit zu hören. In dieser Lage brauchen wir einen verständigen Lehrer, der es versteht, uns wieder in Kontakt mit unserer inneren Wahrheit zu bringen. Das I Ging-Orakel ist dieser Lehrer. Es lehrt uns, indem es auf die falschen Überzeugungen und Schlussfolgerungen hinweist, die zu den speziellen Schwierigkeiten geführt haben, die uns im Augenblick zu schaffen machen. Kurzum, es ist ein Lehrer, der sich auf unsere konkrete Wirklichkeit und unsere konkreten Bedürfnisse des Augenblicks bezieht. Es zeigt uns auch den kosmischen Weg aus den Schwierigkeiten heraus. Wir wissen, dass es die Wahrheit sagt, weil wir deren Resonanz im ganzen Körper als zutreffend und angemessen spüren. Seine Antwort zeigt uns die Situation aus der kosmischen Perspektive; damit entzieht sie den Konflikten den Boden und stellt den inneren Frieden wieder her.

Das I Ging-Orakel hat sich vor 3500-4000 Jahren aus einer Methode der Zufallsbefragung heraus entwickelt. Die Befragungen zielten darauf ab zu erfahren, ob eine geplante Unternehmung im Einklang mit dem Kosmos war. Im Grunde genommen war diese Methode dem Werfen einer einzigen Münze vergleichbar, um eine Ja- oder Nein-Antwort zu erhalten. Die Ja-Antwort wurde als durchgezogene Linie niedergeschrieben, die Nein-Antwort als durchbrochene Linie. Später wurde dieses Ja/Nein-System zu einem differenzierteren System entwickelt, das drei Linien ergab, die als Trigramme bezeichnet werden.

Mit der Zeit wurden den Trigrammen Namen beigegeben und Eigenschaften mit ihnen verbunden, die anzeigten, ob das Orakel “Erfolg” oder “Misserfolg” voraussagte. Um 1150 v.Chr. herum hatte man die Trigramme bereits zu dem System von 64 Hexagrammen (Zeichen aus je sechs Linien) kombiniert, wie wir es heute kennen.



Jedem Hexagramm war ein Name beigefügt, der aus der wiederholten Erfahrung mit dem Thema dieses Hexagramms genommen war. Verbunden mit dem betreffenden Thema war eine bedingte Voraussage von Erfolg oder Misserfolg, die man als “Das Urteil” i. S. von “die Entscheidung” des Orakels bezeichnete. Ferner wurde das Thema in einem Text erläutert. Zusätzlich besass jede der sechs Linien, aus denen das Hexagramm bestand, einen eigenen Orakelspruch, der einen bestimmten Teilaspekt des Generalthemas behandelte.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese anonym verfassten Texte von Gelehrten der verschiedensten Dynastien überschrieben, wobei es auch vorkam, dass sie absichtlich redigiert wurden, um die politischen Absichten des herrschenden Regimes zu rechtfertigen. Obwohl diese Verfälschungen zu widersprüchlichen Aussagen in den interpretierenden Texten führten und deren ursprüngliche Bedeutung verdunkelten, blieb der Kerntext doch im Wesentlichen in Form der Urteilssprüche und Orakelsprüche zu den sechs Linien erhalten.

Warum eine neue Fassung des I Ging?

In ihrer neuen Fassung unter dem Namen “I Ging - Das Kosmische Orakel” haben die Autorinnen Carol K. Anthony und Hanna Moog die auf dem Wurf von drei Münzen beruhende, differenzierte Ja/Nein-Methode, die die Grundlage des I Ging bildete, dazu benutzt, das Orakel zu bitten, sich selbst zu definieren. Es drängte sich ihnen die Frage auf, warum die Menschen dem Orakel, das sich doch dadurch auszeichnet, dass es sprechen kann, nicht schon lange Gelegenheit gegeben haben, Aussagen über sich selbst zu machen? Rückblickend auf ihre Arbeit an der neuen Fassung des I Ging schien diese Frage geradezu auf der Hand zu liegen.

Das Vorgehen der Autorinnen bestand darin, eine tägliche I Ging-Befragung zu machen, die sich für gewöhnlich auf ein Problem aus ihrem Alltagsleben bezog. Es konnte sich um eine Familienangelegenheit handeln, um finanzielle Fragen oder Fragen der Gesundheit; bisweilen ging es um eine langanstehende Frage den Kosmos und sein Wirken betreffend. Über Jahrzehnte hatte sich das I Ging ihnen als unschätzbare Quelle für das Erforschen und tiefere Verständnis jedes Aspektes ihres Lebens erwiesen.

Die Antworten, die die Autorinnen erhielten, führten dazu, die Fehlvorstellungen, die im Laufe der Jahrhunderte dem Text übergestülpt worden waren, zu enthüllen. Die neue Fassung des I Ging zeigt die Kosmischen Harmonieprinzipien, die in den Hexagrammen beschrieben werden. Nicht selten waren die Enthüllungen, die die beiden Frauen erlebten, schockierend revolutionär, ausserhalb allen herkömmlichen Denkens. Es erging ihnen ähnlich wie den Menschen, die von der Entdeckung des Kopernikus schockiert waren, dass sich die Erde um die Sonne drehte, und nicht umgekehrt. So machte ihnen das Orakel zum Beispiel klar, dass die menschenzentrierte, machtgetriebene und hierarchische Sichtweise auf den Kosmos das Produkt menschlicher Hybris und übertriebener Fantasie ist. Das neue I Ging zeigt einen Kosmos, der keine Hierarchien kennt und der nichts mit Macht zu tun hat. Vielmehr zeigt es den Kosmos als ein Harmoniesystem, das sich selbst schützt durch Beschränkungen, denen jedes Ding unterliegt. Wenn ein Ding über seine natürlichen Beschränkungen hinausgeht, erzeugt es ein widriges Schicksal, das sich anfühlt, als würde man gegen eine unsichtbare Wand prallen. Auf diese Weise wird die Dauer des kosmischen Harmoniesystems gewährleistet. Dieses Harmoniesystem operiert durch die Anziehungskraft, die jedes Ding zu seiner natürlichen Ergänzung hinzieht. Der Kosmos schliesst die Existenz von zahllosen unsichtbaren helfenden Kräften ein, die die kosmischen Harmonien aufrechterhalten und die jedes Ding, das mit dem Kosmos im Einklang ist, fördern und unterstützen.

Die Empörung, die die Entdeckung von Kopernikus hervorrief, scheint sich allerdings nicht so sehr an der Frage aufgehängt zu haben, ob die Sonne sich um die Erde dreht oder umgekehrt die Erde um die Sonne, sondern ob der Mensch zu recht annehmen kann, dass ihm die Herrschaft über die Erde gegeben wurde. Die vorherrschende Ansicht, die Sonne drehe sich um die Erde unterstützte nämlich die falsche Idee, der Mensch stehe im Mittelpunkt bzw. sei die Krone der Schöpfung, und das ganze Universum drehe sich um ihn. Es war diese Idee, die auf dem Spiel stand. Als die Entdeckung des Kopernikus Jahrhunderte später schliesslich offiziell anerkannt wurde, war sie bereits stillschweigend von der Idee, der Mensch stehe im Zentrum, um das sich alles dreht, abgetrennt worden. Die neue Astronomie wurde akzeptiert, aber die menschenzentrierte Sichtweise blieb unangefochten bestehen. Was die Autorinnen des Buches “I Ging - Das Kosmische Orakel” herausfanden, war, dass der Mensch diese hochgeschätzte Ansicht aufgeben muss, wenn er sich mit dem Kosmos in Einklang bringen will, denn es ist genau diese Ansicht, die uns Menschen von unserer Einheit mit dem Kosmos getrennt und einen grundlegenden Konflikt zwischen Mensch und Kosmos erschaffen hat. Die “Bescheidenheit”, von der das I Ging in Hexagramm 15 spricht, bezieht sich ausschliesslich auf die Tatsache, dass der Mensch seinen wahren Platz im Kosmos erkennen muss, der darin besteht, dass er jedem anderen Aspekt des Kosmos gleichwertig ist.

Die Idee zu der neuen Fassung des I Ging war mit einer Entdeckung verbunden, die die Autorinnen durch Befragung des Orakels machten: eine ähnliche falsche Ansicht wie die oben zitierte wurde ihnen als Ursache einer Krankheit gezeigt. Gleichzeitig wurde ihnen in der Meditation gezeigt, wie die falsche Ansicht zu deprogrammieren war. Das Ergebnis war, dass die Krankheit binnen kürzester Zeit geheilt war. Dieselbe Methode des Deprogrammierens erwies sich auch in anderen Krankheitsfällen als erfolgreich, sobald die falschen Vorstellungen, die die Krankheit verursacht hatten, identifiziert waren. Das Buch “Heile dich selbst im Einklang mit dem Kosmos” ist so abgefasst, dass es krankmachende Ideen als mentale Programme aufzeigt, die mit kosmischer Hilfe deprogrammiert werden können.

Das Buch “I Ging – Das Kosmische Orakel” verweist u.a. auf fehlgeleitete Ideen und Glaubensvorstellungen, die emotionale Störungen und Beziehungskonflikte, Armut und Arbeitslosigkeit sowie andere persönliche widrige Schicksale verursachen. Es beschreibt Wege, wie sich die Betroffenen von den negativen Auswirkungen solcher Ideen befreien können.
Wie ist die Wirksamkeit von Deprogrammierungsbemühungen zu erklären? In ihrer Forschung mit dem I Ging lernten Carol K. Anthony und Hanna Moog, dass der Kosmos aus Bewusstsein besteht und dass Bewusstsein und Materie nicht getrennte Dinge sind. Vielmehr ist Materie komprimiertes Kosmisches Bewusstsein. Diese Entdeckung ist von grosser Bedeutung, da sie erklärt, welche Wirkung unser menschliches Denkbewusstsein auf Materie hat, je nachdem, ob es harmonisch oder unharmonisch ist. Wenn wir an unseren Körper denken, so zeigt sich in seiner Krankheit die Wirkung von krankmachenden Ideen. Das Erkennen dieser Tatsache befreit uns von der verbreiteten Vorstellung, dass wir hilflos angesichts bestimmter körperlicher Beschwerden sind. Wenn Menschen zum Beispiel ihren Körper hassen, so erzeugt dies im Bewusstsein der einzelnen Körperzellen das Gefühl, zurückgewiesen zu werden. Folglich reagieren sie mit Resignation und stellen allmählich ihre natürlichen Funktionen ein. Wenn sich ein solcher Mensch von den Hassgedanken löst, werden die betroffenen Körperzellen befreit und gewinnen ihr Wohlbefinden zurück.

Die Bedeutung unserer Beziehung zum Kosmos

Krankheit, so lernen wir vom I Ging, ist nur ein möglicher Anzeiger, dass wir Gedanken hegen, die eine zerstörerische Wirkung auf unsere Beziehung zum Kosmos haben. Die Trennung des Menschen aus der Einheit mit dem Kosmos wird durch Gedanken verursacht, die im Widerspruch zu den Kosmischen Harmonieprinzipien stehen. Damit wird auch deutlich, dass der Mythos, wonach die Menschheit vom Kosmos verlassen wurde, nicht der Wahrheit entspricht. Wahr ist vielmehr, dass der Mensch den Kosmos verlassen hat, indem er die anmassende Vorstellungen entwickelt hat, er geniesse eine Sonderstellung gegenüber allen anderen Dingen. Die Folge dieser Hybris war und ist, dass die meisten Menschen die zahllosen helfenden Kräfte des Kosmos aus ihrem Bewusstsein ausschliessen, so dass sie sich in einer Lage befinden, in der sie “alles selber machen müssen”.

Wenn ein Mensch sich wieder mit dem Kosmos in Einklang bringt, indem er sein Denken korrigiert und den unsichtbaren Kosmos in sein Leben einbezieht, dann erfährt er die Segnungen und Hilfe des Kosmos in allen Bereichen seines Lebens. Wenn diese innere Harmonie fehlt, erlebt der Betreffende innere und äussere Konflikte und versäumt es, den wahren Sinn seines Lebens zu erfüllen. Einem solchen Menschen erscheint das Leben sinnlos, vergeudet und nichts als Leiden.

Das I Ging zeigt uns mit aller Deutlichkeit, dass das unsichtbare Kosmische Bewusstsein, von dem wir ein Teil sind, die Quelle aller Dinge ist, die unserem Leben Sinn geben: Liebe, materielle und immaterielle Güter, eine Arbeit, die uns erfüllt, Schutz vor Schaden, Gelegenheiten Dinge zu lernen, und vieles mehr.

Zum Schluss sei angemerkt, dass die jahrzehntelange Beschäftigung mit dem I Ging als persönlichem Wegbegleiter den Autorinnen gezeigt hat, dass das Orakel kein Gesellschaftsspiel ist und auch kein Glücksspiel oder ein Buch, das uns auf ein in den Sternen vorgezeichnetes Lebensskript verweisen würde. Vielmehr ist es ein Führer und Freund, der die uns innewohnende Wahrheit für unseren Verstand übersetzt. Sein anderer Sinn besteht darin, uns mit den Wundern und Segnungen zu verbinden, die das Kosmische Bewusstsein für uns bereithält, wenn wir aufhören, uns seinen Harmonieprinzipien zu widersetzen.

Leseprobe aus Hexagramm 3 (aus: Anthony/Moog, I Ging — Das Kosmische Orakel)

 

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